Impulse und Gedanken

18. März- Strahlen

 

Gedanken 
Menschen sind wie Kirchenfenster. Wenn die Sonne scheint, strahlen sie in allen Farben; aber wenn die Nacht kommt, kann nur ein Licht im Innern sie voll zur Geltung bringen. (Elisabeth Kübler-Ross) 


Gebet:
Unsichtbarer Gott,
öffne unsere Aufgen und unser Herz,
für die Zeichen Deiner heilsamen Anwesenheit in diesen Tagen.

Begegne uns in all den Dingen,
die uns entgegenstrahlen, die du uns gibst zur Freude.
Mach uns zu Sehenden, die das Wesentliche entdecken
und der Kraft deiner Botschaft vertrauen.

Öffne unsere Augen und unser Herz;
gib und Mut und Zuversicht in die Zukunft,
damit wir uns und unserer Gemeinschaft zum Segen werden.

 

19. März - Ich glaube trotzdem

Ich mach 3 Kreuze, wenn alles rum ist.
Denn im Kreuz ist Heil und Heilung.

Ich mach 3 Kreuze,
denn auch dem Letzten hat ER Leben zugesagt.

Ich mach 3 Kreuze,
denn darin liegt Heil-
ER ist der Heiland,
der alles Leid, allen Tod und Bedrückung überwindet.

Gebet:
Ich glaube trotzdem
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
ich glaube an ihn trotz aller Kriege und Unruhen,
trotz aller Erdbeben und Hungersnöte,
trotz aller Einschränkungen und Krankheiten.
ich glaube, dass er mir nicht Leid erspart,
aber durch alles Leid mich hindurch trägt.

Ich glaube an seinen Sohn, Jesus Christus,
der sich als Freund aller Elenden und Schwachen erwies.
Er bleibt unser Weggefährte,
wenn alles im Leben schief läuft,
die Ehe zerbricht, die Arbeit verloren geht,
oder tödliche Krankheit uns oder unsere Lieben bedroht.
Er steht zu mir trotz allem
und ich zu ihm trotz meiner Lebensenttäuschungen und Ängste.

Ich glaube an den heiligen Geist,
trotz meiner Verzagtheit und Begrenztheit.
So oft habe ich seine Stärkung erfahren,
gab er mir die richtigen Worte ein,
zeigte er neue Wege auf,
spürte ich seine Kraft und seinen Trost.

Ich bin dankbar, in einer christlichen Gemeinschaft
meinen Glauben bekennen und leben zu dürfen
und mich von Gleichgesinnten getragen zu wissen.
Ganz sicher wird dieses irdische Leben im Tod enden,
ich glaube trotzdem daran,
dass nur in Gott mein letzter Halt ist und
dass ich bei ihm das ewige Leben erlangen kann. 
         (Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de)

 

20. März - zum Segen werden

Zum Segen werden
- für andere
nicht nur
mein Glück
allein
im Blick

Zum Segen werden
- für andere
den Verheißungen Gottes
mehr vertrauen
als den trügerischen Sicherheiten
dieser Welt

Zum Segen werden
- für andere
das Unlück und die Ängste der anderen
an sich heranlassen
mitleiden können
an der Seite der Schwachen

Zum Segen werden
- für andere
verändern wollen
was Leben behindert
Hoffnung geben
auf SEIN Heil
und dafür einstehen.
      (nach Guido Groß)

Gebet:
Guter Gott, vieles macht uns gerade Angst.
Eine solche Situation hatten wir noch nie.
Steh uns bei und sei in dieser Situation bei uns
Hilf allen, die deine Hilfe brauchen: Kranke, Isolierte, 
Menschen, die sich um sie kümmern.
Schenke uns Gelassenheit
lass uns Solidarität und Anteilnahme zeigen,
damit das Leben/DEIN Leben nicht untergeht.
Schenke uns Mut und Zuversicht,
dass Du gerade in solchen Zeiten bei uns bist und bleibst.

 

21. März- Kostbarkeiten

Kostbar der Herzschlag
jede Minute
sie schenkt dir den Atem
erlaubt dir anzufangen
aufs Neue

In deinem Augenstern
kreist die verwirrende Welt
ruht das Himmelsherz
jede Minute
      (Rose Ausländer)
 


Gebet:
Heile uns Herr, nimm unsere Ängste und Fragen
an Dein liebendes Herz.
Sieh die Wunden,
die das Leben schlägt- verbinde und heile sie.

Lass uns leben und füreinander da sein.
Lass uns spüren, wo du uns brauchst
jede Minute.
Gib, dass wir auch anderen die Hoffnung
an den Himmel auf Erden
wach halten
jede Minute unseres, von Dir geheiligten Lebens.

 

22. März- Laetare, freuet euch und seht

Es gibt noch Engel- mitten unter uns.
Sie kümmern sich um Menschen,
die weniger Glück haben.
Sie reichen ihm die Hand
und laden zur Gemeinschaft ein.
Sie kümmern sich um Kranke,
sie sind für Einsame und Eingeschränkte da,
sie haben ein offenes Ohr,
sie bleiben bei den Sterbenden.
Wenn sie nicht wären, würden viele
keinen Trost, keine Hilfe und keine menschliche
Nähe gefunden haben.

Es gibt noch Engel- mitten unter uns.
Sie haben keine Flügel, aber ihr Herz ist 
ein sicherer Hafen für alle,
die durch die Stürme des Lebens
in Not geraten sind.
                   (Phil Bosmans)

Gebet:
Herr, wir danken dir für all die Menschen, die sich kümmern;
denen der Andere nicht egal ist, die weiterhin da sind
oft bis zum Umfallen.
Lass uns einander wahrnehmen,
einander beistehen und einander stärken.
Lass uns in diesen Zeiten spüren,
wo du uns brauchst und willst.

Lass uns Hoffnungsträger sein
und nicht mit Blindheit geschlagen.
Herr, lass uns in diesen Zeiten
DEIN Licht aufgehen und sehen.

Danke für die Engel des Alltags, ohne die nichts mehr ginge!

23. März- Fürchte dich nicht

Fürchte dich nicht
dich dem Lebensfluss anzuvertrauen
damit dein wahres Gesicht aufscheint
und deine Ausstrahlung Kreise ziehen wird

Fürchte dich nicht
deine Angst wahrzunehmen
mit ihr ins Gespräch zu kommen
damit sie vertrauensvoll verwandelt werden kann.

Fürchte dich nicht
dich einzusetzen für einen liebevollen Umgang
in der kraftvollen Erinnerung
an eine weltweite Solidarität

Fürchte dich nicht
auf deine Herzensstimme zu hören
die dich zu dir selbst und zum andern führt
und zum Erahnen des göttlichen Atems in allem

Fürchte dich nicht:
trau den uralten Lebensworten
die dir Gott auch heute
unerwartet zuspricht.
          (nach Pierre Stutz)

 

Gebet:
Herr, schenke uns den Mut deinem Wort zu vertrauen.
Denn Du hast Worte des Lebens und trägst in den Dunkelheiten.
Wenn Du die Quelle und Tiefe unseres Lebens bist, dann braucht uns nichts zu schrecken.

Lass uns Hoffnungsträger sein und die Erinnerung an dein Licht ausstrahlen.
Führe uns durch diese Zeit und lass uns gestärkt daraus hervorgehen.
Jeder Umbruch ist ein Wandel, in dem du uns überraschend und wunderbar begegnest.
Lass uns einander mit diesem Glauben stärken in der kommenden Woche, heute und immer.

24. März- Fliegen lernen

Wer die Lehre Christi begreift, 
hat dasselbe Gefühl wie ein Vogel,
der bis dahin nicht wusste,
dass er Flügel besitzt
und der dann spürt,
dass er fliege und frei sein kann
und nichts mehr zu früchten braucht.  (Leo Tolstoi)

Gebet:
Lebendiger Gott, deine befreiende Botschaft
ist uns Kraft und Stärkung;
Sie ist Zusage und Herausforderung,
Trost und Hilfe,
Mahnung und Liebeswort.
Senke deine Botschaft in uns ein,
öffne Geist und Herz,
damit wir hören und uns anrühren lassen,
damit wir hadeln, mit Herz und Händen,

Lass deine heilsame Liebe Vielen durch uns zuteil werden 
und Heilung bringen, heute und besonders in diesen Zeiten.

25. März- Mitverantwortung

Jeder ist mitverantwortlich für das, 
was geschieht 
und für das,
was unterbleibt.

Jeder von uns muss es spüren
wann die Mitverantwortung neben ihn tritt
und schweigend wartet.

Wartet, dass er
handle, helfe, spreche, eingreife, sich weigere oder empöre,
je nachdem.

Fühlt er´s nicht,
so muss er´s fühlen lernen.      (Erich Kästner)

Gebet:
Herr, du rufst uns in die Verantwortung.
Keiner kann sagen, es gehe ihn nichts an.
Wir alle sind verantwortlich, dass Leben möglich wird
für uns und andere.
Lass uns spüren, wo du uns brauchst in diesen Tagen.
Schenke uns offene Augen, ein verstehendes Herz;
Mitgefühl und einen Blick für die Dinge, die notwendig sind
und sich nicht abwenden lassen.
Gib den Verantwortlichen gute Gedanken und Ideen
und lass die Solidarität unter den Mesnchen, unter den Staaten und Gemeinschaften
wachsen und bleiben.

26. März- Behütet

Jesus, der sein Leben lang mit dem Elend zu tun hatte, sagte:
"Wenn du nicht aus noch ein weißt,
dann, genau dann,
lass alle Sorgen fahren.
Wenn du völlig verlassen bist,
dann rechne damit;
dass Dich einer behütet!"

Seit Jesus weiß die Menschheit, dass das Glück
in der Überwindung des Schrecklichen liegt.

Seit IHM wagen es die Menschen
mit diesem Vertrauen
und merken, dass es trägt:
weil Ostern keine Legende ist!

Gebet:
Herr, angesichts so vieler Herausforderungen
fällt es schwer loszulassen.
Lass uns unser Vertrauen in Deine Führung setzen.
So können wir spüren: wir sind nicht allein- Du bist bei uns und trägst.
Wir bitten dich für alle, die in diesen Tagen so viel leisten müssen, damit wir leben können.
Gib Kraft, Zuversicht, helfende Hände und Gedanken und steh an unserer Seite.

Du willst und schaffst das Leben,
nach Leiden und Tod, heute und in Ewigkeit.

27. März- die Liebe kann´s

Es ist unmöglich,
sagt die Angst.
Es übersteigt meine Kraft.
Es ist eine Zumutung.
Ich bin auch nur 
ein Mensch.
Das schaffe ich
nie

Ich kann´s
sagt die Liebe.     
(Antje Sabine Naegeli)

 

Gebet:
Herr, du bist die Liebe. Mit Dir können wir unseren Alltag bewältigen.
Durch Deine Kraft und Begleitung können wir heil und ganz aus allem Unheil hervorgehen.
Lass uns Deiner Führung vertrauen. Nimm uns unsere Angst und Bedenken und zeige
uns das Licht am Ende des Tunnels.
Du kennst Leid, Not, Fragen und Unsicherheit. Du gehst all unsere Wege mit
und schenkst uns Zuversicht und Mut.
Halte uns in Deinen liebenden Händen und birg uns in Deinem Licht,
alle Tage unseres Lebens.

28. März- Aufstehen

Jetzt schon aufstehen
vom Tod zum Leben,
das heißt konkret:
Ich stehe auf aus dem Grab
meiner Angst,
meiner Resignation,
meiner Dunkelheit,
meiner Depression,
meiner Hemmungen 
und Blockarden.       (Anselm Grün)

 

Gebet:
Gott des Lebens, du rufst uns in den neuen Morgen.
Die Kraft Deiner Liebe durchstrahlt unser Dunkel.
Was uns bedrängt, beschäftigt und quält, nimmst du ernst
und hältst es mit uns aus. Nichts ist bei Dir unnütz, unnötig oder belanglos.
Du willst uns stärken und tragen und gibst uns die Möglichkeit
Dinge zum Leben zu verändern, bei uns und anderen.
Danke für Deine Begleitung und Dein Aushalten mit uns.

29. März- Du bist nicht allein

Du brauchst nicht
das Unmögliche
möglich zu machen.
Du brauchst nicht
über deine Möglichkeiten
zu leben.
Du brauchst dich nicht
zu ängstigen.
Du brauchst nicht
alles zu tun.
Du brauchst 
keine Wunder zu vollbringen.

Du brauchst dich nicht
zu schämen.
Du brauchst nicht immer
kraftvoll zu sein

und du brauchst nicht 
allein zu gehen- denn ER geht mit.
   (nach Adrea Schwarz)

Gebet:
Herr, wenn unsere Kräfte schwinden und wir nicht weiter wissen,
dann fragst du: "glaubst du an die Kraft der Auferstehung!"
Hilf uns, dass wir glauben und vertrauen, dass Du durch alles Leid hindurchführst,
dass Du aus dem Tot zurückrufst und da, 
wo wir am Ende sind;
uns kraft- und heilvoll ins Leben führst.

 

 

30. März- Mitfahrgelegenheit

Herr,
ich bitte dich nicht
um ein ruhiges Leben;
warm und satt;
windstill und wellenlos.
Ich bitte dich aber:
Bleibe in meinem Boot,
das andere Ufer
rückt näher,
der Sturm nimmt zu
und die Angst.    (Paul Roth)

Gebet
Herr, das Boot unseres Lebens kommt sehr ins Schlingern.
Bleibe bei uns und gebiete dem Sturm.
Lass uns mit unserer Angst und Ungewißheit nicht allein.
Stärke uns jeden Tag neu, die Gegebenheiten anzunehmen.
Wenn Du mit uns im Boot bist, dann können wir jeden Sturm überstehen.
Darauf bauen und vertrauen wir.

31. März - Überraschung

Überrasche uns, Gott.
Was uns Angst macht,
wende zum Guten.
Was wir schwarz sehen,
lass Farbe annehmen.
Überrasche uns damit Gott,
dass wir Auswege finden und beschreiten
und erleben:
sie führen weiter .
              (Barth,Grenz, Horst)

 

 

Gebet: 
Herr, liebender  Gott, unsere Sicht reicht oft nur für den nächsten Tag.
Soviele Fragen, soviele Bedenken, so viele Sorgen.
Du weißt um unser Leid, unsere Schwierigkeiten und unsere Fragen.
Hilf uns Antworten zu finden: in unserem Leben, miteinander, in unserer Welt.
Manchmal sehen und spüren wir gar nicht, dass Du uns schon längst einen Lebenshinweis gesetzt hast.
Lass uns verstehen, wo du uns brauchst, damit Deine Antwort Wirklichkeit des Heils werden kann.

1. April- findet mich

Gott spricht:
"Ihr werdet mich anrufen,
und wenn ihr mich bittet;
werde ich euch erhören.
Wenn ihr mich sucht,
sollt ihr mich finden.
Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht,
will ich mich finden lassen,
will euer Schicksal wenden
und euch sammeln aus allen Völkern.
                (Jeremia 29,12-14)

Gedanken:
Wer suchet der findet. So wird es vielleicht Manchem gegangen sein, der die derzeitgen Tage zum Aufräumen und Ausmisten genutzt hat. Manches, was "untergemüllt" war, kann vielleicht neu eine Bedeutung und einen Platz im Leben erhalten.

Doch zunächst braucht es die Mühe es Suchens, des Entscheidens, des Sich-Aufraffens, des Sich-Stellens.

Gott ist da- immer und irgendwo in unserem Leben.
Manches Mal näher, manches Mal verborgener, manches Mal auch irgendwo verräumt.
Nutzen wir die Zeit und Gelegenheit unsere Beziehung aufzuräumen, uns wieder klar zu werden, was dieser "Gott-mit-uns" uns wirklich bedeutet und bedeuten kann. ER ist da, wir müssen uns nur aufmachen zu IHM, müssen IHM Raum in unserem Chaos geben und darauf vertrauen, dass ER unserem Leben wieder eine heilsame und liebevolle Struktur geben kann- sogar über den Tod hinaus.
 

2. April- es bleibt nicht ewig so

Die Nacht wird nicht ewig dauern.
Es wird nicht finster bleiben.
Die Tage, von denen wir sagen, die gefallen uns nicht,
werden nicht die letzten Tage sein.
              (Helmut Gottwitzer)

Gebet:
Tröste uns Gott, wir können es gebrauchen. Wir gieren nach Leben miteinander, wir vermissen die direkte Begegnung.
Wir vertrauen, dass Du aus Nacht, neues Licht
und aus Starre, Leben machen kannst.
Enttäusche uns nicht- warst Du nicht von jeher ein Gott, der mitgeht und uns nahe ist?!
Lass uns mit Dir verbunden bleiben und die Hoffnung nicht verlieren.

3. April- groß bist du

Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, dienst das nicht der Welt.
Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen.
Wenn wir unser Licht strahlen lassen, geben wir unbewusst den anderen Menschen 
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.
                    (Nelson Mandela)

Gebet:
Herr, du wohnst in jedem von uns und bist eine unerschöpfliche Quelle.
Fließe in uns und lass uns Quellgrund auch für andere sein.
Dein lebendiges Wort ist Labsal für Wurzel und Seele und ein Geschenk, das wir miteinander teilen können.
Lass uns einander Raum geben und so gemeinsam Dich mit unserem Leben verherrlichen.

4. April- Hoffnung

Den Tag geweint
die Nacht geweint
und schwer im Mund das Angstgewürg
den Tag allein
die Nacht allein
hab mich verirrt im Schmerzenswald
und ruf Dich Gott
komm berge mich
die tausend abertausend Scherben
Tränen Flüche Sterben-Wollen
komm in den Tag
komm in die Nacht
komm und bewahre mich.
           (Carola Moosbach)

Gedanken:
Wenn ich nicht mehr weiterweiß; wenn meine Worte versagen- wo kann ich dann noch hin
mit all meiner Angst, meinen Fragen, meiner Verzweiflung.

Einer ist immer da- er hört immer zu- er ist immer ganz Ohr.
ER ist nicht fern unserm Rufen - das haben schon Menschen seit Jahrhunderten gedacht.

Warum sollte so falsch sein, 
was so Vielen schon wie eine Planke im Moor war,
wie ein Leuchtturm, der in den sicheren Hafen führen kann.

5. April- der Liebe folgen

Liebe, Traum aus Glas
zerbricht an dieser Erde
mit leisem Klirren.

Doch wer es hörte,
folgt dem aufgesprungenen Ton,
dorthin, wo er klingt.
             (Eva Eisenmann-Westphal)

 

 

 

Gedanken:
Palmsonntag
Himmelhoch jauzen und zu Tode betrübt
Hosianna und Kreuzige ihn

Wo soll das noch enden?

im Tod
im Leben
in der Liebe

uns geschenkt
unverdient

das ist wahre Liebe

6. April- bei dir ist Licht

Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht.
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht
Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe.
Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede.
Ich verstehe deine Wege nicht, aber d weißt den Weg für mich.
       (Dietrich Bonhoeffer)

Gedanken:
Vertrauen, auch in Bedrängnis und Not- da gehört viel dazu. Doch, wenn selbst Menschen, wie Dietrich Bonhoeffer angesichts des nahenden Todes so sprechen können, dann muss doch da etwas dran sein- an diesem Gott!
Lassen wir uns anstecken von der vorausahnenden Kraft, die uns zuwächst, wenn wir loslassen könne- vertrauend loslassen können. Weil da einer uns hindurchträgt durch alle Not, durch alle Leiden - ohne sie uns deswegen wegzunehmen.
Das Vertrauen stärkt sich daraus: "ICH bin bei euch alle Tage bis in Ewigkeit." 

 

7. April- tröste mich

Tröste mich Gott ich bitte dich
was immer das sei ich kann es gebrauchen
Worte Klänge Hoffnung auf Leben
sich öffnende Knospen vor ihrer Zeit
alles was gut ist

Es gibt ein Versprechen für Leute wie mich
von der Seligkeit der Leidenden
und der Freudenernte der Weinenden
so heißt es hast Du es gesagt
stimmt das?

Wie soll es denn möglich sein Gott
das Schmerzensschreie zu Lachen werden
und Tränen zu Perlen
und Schwerter zu Pflugscharen
das ist schwer zu glauben findest du nicht?

Aber schön wäre es Gott
wunderschön         (Carola Moosbach)

Gedanken: nichts ist unmöglich, wenn wir uns zur Verfügung stellen. So wie wir dieser Tage erleben, was Menschen an Kreativität und Eigeninitiative entwickeln; wie Wege eröffnet werden und Dinge möglich, die so lange nicht in die Gänge gekommen sind, die behindert oder sogar verhindert wurden. Alles ist möglich, wenn wir mit IHM diesen besonderen Weg gehen, wenn wir uns rufen und in Auftrag nehmen lassen und aushalten und mittragen: Leid und Not und Angst und Fragen und Schreien - denn so kann es zum Osterlachen werden.

 

8. April- Ohnmacht

Meine engen grenzen,
meine kurze Sicht
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Weite
Herr erbarme dich

Meine ganze Ohnmacht,
was mich beugt und lähmt,
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Stärke
Herr erbarme dich

Mein verlornes Zutraun,
meine Ängstlichkeit
bringe ich vor dich
Wandle sie in Wärme
Herr erbarme dich

Meine tiefe Sehnsucht
nach Geborgenheit
bringe ich vor dich
Wandle sie in Heimat
Herr erbarme dich
        (Eugen Eckert)


Gedanken: was heißt Ohnmacht: ohne Macht, ohne Grund und Boden? Was trägt und hält, wenn ich das Licht am Ende des Tunnels nicht mehr sehen kann, wenn ich nicht mehr weiter weiß, wenn Zukunft nach Tod, Untergang und Grab aussieht?

Menschen werfen ihr Zuversicht auf Gott- schon von altersher, wie man in den Psalmen der Bibel auch immer wieder entdecken kann.

Dieser Gott hält aus, wenn ich schreie, wenn ich ihm Vorwürfe mache, wenn ich ihn anklage, wenn ich frage, bitte und um Beistand winsel. ER hält es mit uns aus - das macht ihn so persönlich - ob ich mit ihm in Verbindung bleibe oder nicht - immer ist ER da.

ER steigt hinab in das Reich des Todes: unseres Lebens, unserer Sehnsüchte, unseres Unverständnisses, unseres täglichen Ab-Sterbens. Denn ER trägt, damit kein Stein an unseren Fuß stoße. 

9. April- Gemeinschaft mit Christus

In der Gemeinschaft mit Christus stehend, können wir sagen:
Wir können uns mit allen Kräften einsetzen,
für die Gerechtigkeit des Gottesreiches unter den Menschen
und brauchen uns auch angesichts aller Gefahren nicht zu fürchten.
All unsere Pläne können scheitern,
aber wir sind getragen.
              (Jörg Zink)

Gebet: 
Sorgender, liebender und dienender Heiland. Fange uns auf, trage und berge uns in diesen Tagen. Du bist selbst den Weg durch Dunkel, Leid und Tod gegangen. Du hast den Klech angenommen, da er nicht an Dir vorüber ging. Du hast Dich in die Knie zwingen lassen und bist für uns Menschen zum Diener aller geworden, ungeachtet Deiner Macht und Größe. Wir danken Dir, dass Du es mit uns aushältst, uns aufrichtest und uns in unseren Fragen und Nöten nicht allein lässt. Gib uns die Kraft und den Mut in DEINE Nachfolge zu treten. 

 

Heils- und Heilungszeichen zur Gesundung

                                                                   Kreuz
                                                 Ur-Symbol des Menschen
                                            bei seinem Sehnen und Suchen
                                                    nach Heil und Heilung
                                                mit Blick in alle Richtungen
                                   — kreuzförmig durch die Jahrtausende

                                      bis hin zu jenem Kreuz von Golgota
                                            das sich zeigt und offenbart
                                           — als Sieg in der Niederlage
                                               Licht aus der Finsternis
                                                       Leben im Tod
                                                            Ostern

                                                  für jeden Menschen
                                           und die gesamte Schöpfung
                                               Zeichen des Glaubens,
                                                       der Hoffnung
                                                       und der Liebe

                                                       Zeichen, das
                                                             DEM
                                        M   I   N   U  S  DES  L E B E N S
                                                             SEIN
                                                             PLUS
                                                       ENTGEGEN
                                                           SETZT
   (nach Klaus Jäckel)  

 

heilsame Wüstenzeit

Schick uns 
in die Wüste
nimm hinweg
was ablenkt 
und zerstreut

Schick uns
in die Wüste
wo wir sehen
die Abgründe
an Herzenskälte
Schick uns
in die Wüste
aber lass uns
nicht allein
wenn wir
erschrecken
und traurig werden
über uns selbst

Sei bei uns
Liebender
damit wir erkennen
was uns wieder
näher bringt
zu Dir
      (Guido Groß)

Zuversicht ist angesagt

Ich glaube,
dass Gott mir
in einer schwierigen Situation hilft,
immer das Ende des Tunnels zu erreichen,
und es danach besser wird.
     (Daniela Kuhn in: Pfarrbriefservice)

Der Alltag hat uns wieder

Im Alltag
nicht das Besondere suchen,
sondern den Alltag
als das Besondere erkennen.

Jeden neuen Tag
als Geschenk Gottes begreifen
und alle Tage annehmen,
weil sie niemals
alltäglich sind.

Im Alltag
etwas erfahren
von der Einzigartigkeit des Lebens
und die geschenkte Zeit
alltäglich
als besondere Zeit

lieben lernen.
        (Frank Greubel @pfarrbriefservice)

Rauhnacht- spirituelle Zeit im Zwischenraum

Um die heiligen Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig ranken sich viele Mythen und Traditionen. Die Zeit soll vor allem genutzt werden, sich zu besinnen, Dinge noch zu regeln und offen für das Neue zu werden. Auch die Hausfrau sollte zur Ruhe kommen, weshalb man auch Langzeitgebäck (Stollen, Früchtebrozt u.ä.) bug für die Feiertage. Auch das alltägliche Geschäft wie Wäsche waschen oder putzen sollte ruhen.

Von der Tradition her, riefen Winter und Dunkelheit zu Wärme- und Lichtriten auf. Auch der Gedanke des Jahreswechsels, der mit Aufräum- ,Ordnungs- ,Reinigungs- bzw. Weiheritualen einherging, kam in diesen Nächten zum Tragen.

Weihnachten - Gegenwart Gottes im Leben

In einer Gegenwart wie dieser
krisengeschüttelt
tut es gut zu wissen
es gibt mehr
als diesen 
Augenblick

In einer Gegenwart wie dieser
zukunftslos
tut es gut sich zu erinnern
Menschen vor uns
voll Hoffnung
nicht nur
für einen 
Augenblick

In einer Gegenwart wie dieser
kkleinmütig
tut es gut zu spüren
den Strom aus Zuversicht
weil ER kommt
damals
und auch
in diesem 
Augenblick
           (Guido Groß)

Bereitet dem Herrn den Weg- Neujahr im Herzen

Ein adventlicher Mensch
ist wachsam und voller Erwartung;
er lässt sich erleuchten, dass ihm ein Licht aufgehe
er vermag Wesentliches zu erkennen;
er-wartet
er weiß,
was er nicht braucht;
kann unterscheiden und loslassen
ist von der Hoffnung durchdrungen

und

richtet seinen Blick auf Christus,
der ihn erwartet
in der Krippe und im Leben.

Christ-König

König DU
hinabgestiegen 
zu den Sorgen und Ängsten derer
die ums Überleben kämpfen

König DU
heruntergekommen
an die Seite derer
die nicht weiterwissen
und nur traurig sind

König DU
ganz nah bei denen
die nichts zu essen haben
die schuldlos sterben
mit einem Schrei auf den Lippen

König DU
auf Herrlichkeit verzichtet
um da zu sein
für andere
Bruder und Schwester der Menschen
und so
unser König der Herrlichkeit
               (Guido Groß)

Beten- Warum!?!

von Søren Kierkegaard, dem bekannten dänischen Theologen sind folgende Gedanken:

Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde,
da hatte ich immer weniger zu sagen.
Zuletzt wurde ich ganz still.
Ich wurde,
was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist,
ich wurde ein Hörer.

Ich meinte erst, Beten sei Reden.
Ich lernte aber, dass Beten nicht bloß Schweigen ist,
sondern Hören.

So ist es: Beten heißt nicht, sich selbst reden hören.
Beten heißt: Still werden und still sein und warten,
bis der Betende Gott hört.

Danket dem Herrn- denn er ist gut

Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn
im großen Weltall.
Unsere Aufgabe ist es, daraus einen Planeten
zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen
gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht
gequält, nicht zerrissen in sinnloser Trennung
nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
auf dass unsere Kinder und Kindeskinder
einst mit Stolz den Namen „Mensch“ tragen.
(Gebet der Vereinten Nationen)